Weltgeschichte in Biographien

Weltgeschichte in Biographien

Weltgeschichte in Biographien
Weltgeschichte in Biographien, ein Geschichtsbuch der Realschulen aus dem Jahr 1876

Zum Buch: Weltgeschichte in Biographien

Das Buch „Weltgeschichte in Biographien“ ist in insgesamt 10 Ausgaben erschienen. Die erste Ausgabe aus dem Jahr 1854, diese vorliegende  Zehnte aus dem Jahr 1876.

Dieses Schulische Geschichtesbuch liefert Einblicke in die Unterrichtswelt unserer Vorfahren. Das Buch wurde an Realschulen unterrichtet und wurde von Realschullehrern veröffentlicht.

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Die verschiedenen Ausgaben wurden immer wieder überarbeitet und erweitert. In den Vorworten zu den einzelnen Editionen der Weltgeschichte in Biographien werden änderungen mit Jahresangaben verzeichnet.

Die vorliegende Ausgabe 10 wurde Zitat „Bis in die Gegenwart“ geführt und gibt uns so einen historischen Einblick von nahezu Zeitzeugen, welche auch noch eine geschichtliche Bildung besassen.

Natürlich lassen uns heutige Forschungsergebnisse über viele der Biographien (Herkules, Romulus) schmunzeln, da wir heute wissen, dass diese Biographien heute zu beliebten Sagen zählen und bestenfalls nur einen historisch relevanten Kern enthalten, in den zudem noch belegbare Ergeinisse in eine gut fassbare Erzählung zusammengestaucht wurden.

Trotz alledem und gerade aus den amüsanten Gründen, wünsche ich Ihnen und Euch viel Vergnügen bei der Lektüre.

Aus der Vorrede zur ersten Auflage.

Vorliegende „Weltgeschichte in Biographien“ ist in ihren drei
Kursen für die unteren und mittleren Klassen vollständiger Realschulen,
sowie für Anstalten bestimmt, die ein ähnliches Ziel im Geschichtsun-
terrichte erreichen wollen. Ihr Eigentümliches liegt hauptsächlich:

  1. in ihrer durchgängigen, d. h. durch alle drei Kurse beibehaltenen,
    biographischen oder monographischen Fassung;
  1. in der, eine durchgreifende Wiederholung einschließenden Ver-
    teilung des Gesammtstoffes; endlich
  1. in einer, auf ein zusammenhängendes Wiedererzählen seitens
    der Schüler berechneten Darstellung und eben dahin abzielenden An-
    ordnung des Einzelstoffes.

Zu 1. Was zuerst die biographische Fassung anlangt, so
halten wir diese für die dem jugendlichen Älter vorzugsweise angemessene.
Dem kindlichen Geiste steht der einzelne Mensch am nächsten. Indem
aber die Hauptbegebenheiten jeder Periode mehr oder weniger in ein-
zelnen Personen sich spiegeln, die auf den Höhen der Geschichte stan-
den, werden jene offenbar mit und in diesen am anschaulichsten vorge-
führt und am leichtesten zugänglich gemacht. Wir glauben so der seit
längerer Zeit bewährtesten Methode des Geschichtsunterrichts zu folgen,
darin jedoch einen Schritt weiter zu gehen, daß wir die biographische
Betreibung des genannten Unterrichts auf volle drei Jahre ausgedehnt
wissen wollen. Nachdem das Hauptmaterial der Geschichte dem Schüler
unter einer derartigen Form zugeführt worden, mag es an der Zeit
sein, zu einer mehr „systematischen“ Behandlung überzugehen.

Zu 2. Die Anwendung der Biographie in so bedeutender Aus-
dehnung hat aber bereits ihre Vertretung in der pädagogischen Ge-
schichtsliteratur. Wir erinnern z. B. nur an die weitverbreiteten Lehr-
bücher von Wetter, Grube n. A., die etwa auch einen dreijährigen
Gebrauch voraussetzen. Dennoch aber scheinen uns diese die rechte pä-
dagogische Verteilung des Gesammtstoffes nicht inne zu halten. In-
dem nämlich dieselben den gestimmten Lehrstoff in ein Ganzes zusam-
menfassen, entsteht der Uebelstand, daß man ein ganzes Jahr auf die
alte, das zweite auf die mittlere und das dritte auf dm neue Zeit verwen-
den muß, eure Anordnung, von deren auch sonstiger weiten Verbreitung
die Lehrpläne hinlänglich Zeugniß geben. Bei einer in dieser Weise
ausgedehnten Behandlung wird aber dem Schüler, je höher er aufrückt,
desto mehr das auf früheren Stufen Erlernte wieder entschwinden.

Ein Zweiter Uebelstand wird dann der sein, daß, da in Folge der nöthi-
gen Anbequemung des Vortrags an den jedesmaligen Standpunkt der
geistigen Entwicklung des Schülers, die alte Geschichte z. B. für eine
untere Abtheilung nach Inhalt und Form eine ganz andere sein muß,
als für eine höhere, bei dem Schüler eine ungleichmäßige und so zu
sagen, ungerechte Anschauung der verschiedenen Geschichtsperioden ent
steht. Ein dritter unvermeidlicher Uebelstand endlich ist der, daß die Schüler…

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